Graf Johann und Graf Anton Günther von Oldenburg
    (Wie Neustadtgödens das Meer verlor)
    Im Jahre 1511 riss durch die Antoni-Flut das „Schwarze Brack“ am westlichen Jadebusen. Dadurch wurde Neustadtgödens zur Hafenstadt, der Handel blühte. 1575 vererbte das Fräulein Maria von Jever das Jeverland am die Oldenburger, namentlich an den Grafen Johann (genannte der „Deichbauer“). Um nun von Oldenburg ins Jeverland zu gelangen, musste der Graf über das Wasser fahren oder feindlich gesinnte Ostfriesland durchqueren. Die Ostfriesen hatten sich auch Hoffnungen auf die Erbschaft Jeverland gemacht und schikanierten den Grafen und seine Boten, wo immer sich Gelegenheit bot: Briefe verschwanden, Schlagbäume verhinderten die Passage, bis angemessenes Wegegeld gezahlt wurde und dergleichen mehr. Daraufhin plante Johann eine Landverbindung zwischen Jeverland und Oldenburg durch das „Schwarze Brack“. Der Bau des Ellenserdammes begann-trotz des Prozesses, gegen Ostfriesland dagegen anstrengte. Graf Johann starb 1603 an den Folgen einer Krankheit,m die er sich durch nässen und Kälte bei den Bauarbeiten am Wasser zugezogen hatte. Sein Sohn Graf Anton Günther setzte sich wiederum über alle juristischen Einsprüche hinweg und ließ den Ellenserdamm vollenden. 17 Jahre hatte der Bau Baumeister und Arbeiter beschäftigt. 1684 endete der Prozess zwischen Ostfriesland und Oldenburg mit einem sogenannten „Vergleich“. Der Hafen von Neustadtgödens war zu dieser Zeit allerdings schon versandet.
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